Eine Frau verschwindet und die einzige mögliche Zeugin ist eine alkoholabhängige Pendlerin - kann man ihr trauen?

Rachel ist arbeitslos und Alkoholikerin. Trotzdem sitzt sie jeden Morgen zusammen mit anderen Berufspendlern im Zug nach London und fährt abends wieder zurück. Vom Zug aus beobachtet sie die Reihenhäuser der Vorstadtsiedlungen. Dabei fällt ihre Aufmerksamkeit einem jungen Paar zu, das auf sie einen überaus glücklichen Eindruck macht. Plötzlich wird die Frau vermisst und der Mann gerät ins Visier der Ermittler. Völlig zu Unrecht wie Rachel findet. Daher schildert sie der Polizei ihre Eindrücke von ihrer täglichen Zugfahrt. Doch die Ermittler wollen der Alkoholikerin nicht glauben und sie selbst zweifelt auch zunehmend an sich und ihrer Wahrnehmung. Trotzdem lässt sie der Fall nicht mehr los. - Mit "Girl on the train" schaffte es die Schriftstellerin Paula Hawkins gleich mit ihrem Debütroman auf die Bestsellerlisten in den USA und Großbritannien. Die Erzählweise erinnert stark an den Erfolgsthriller "Gone Girl" von Gillian Flynn (BP/mp 13/927). Auch bei Hawkins Roman kann der Leser den verschiedenen weiblichen Ich-Erzählerinnen nicht wirklich trauen. Besonders die Schilderungen von Rachel scheinen durch Gedächtnisverlust, Kontrollverlust und die Sprunghaftigkeit des Charakters unglaubwürdig. Hinzu kommt, dass die Schilderungen der vermissten Person und von Rachel zeitversetzt sind. So bekommt der Leser immer nur Bruchstücke der Geschehnisse zu lesen. Gerade hierdurch gelingt es Hawkins, die Spannung bis zum Ende zu halten. Ein stilistisch moderner Thriller, der sich thematisch mit Beziehungsängsten und -wünschen beschäftigt. (Übers.: Christoph Göhler)

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